Einsatzcrew der DRF Luftrettung vor dem Rettungshubschrauber Christoph München am Klinikum Großhadern

Station München

Christoph München

Betreiber

DRF Luftrettung

Einsatzzeit

24 Stunden

2025

1.236 Einsätze

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige GmbH

Station München
Elisabeth-Stöber-Straße 71
81377 München
Fax: +49 89 5205 719 712
E-Mail: station.muenchen@drf-luftrettung.de

Christoph München im Einsatz

Einsatzgebiet der Station München

Notfallorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der Münchner Hubschrauber der DRF Luftrettung in maximal 15 Flugminuten erreichen.

Anforderung von Christoph München

Für Notfälle: Integrierte Leitstelle München
Für Intensivtransporte: Koordinierungszentrale für Intensivtransporthubschrauber München (KITH - ILS München)

Aufgaben der Münchner Luftretter

Notfalleinsätze
Nach Bedarf in München und den umliegenden Landkreisen (nachts auch über Bayern hinaus)
Intensivtransporte
Schwerpunkt Süddeutschland, länderübergreifende Intensivtransporte, auch im angrenzenden Ausland (Österreich)

Personal der Station München

  • Piloten der DRF Luftrettung
  • Notärzte des LMU Klinikums der Universität München-Campus Großhadern
  • Notfallsanitäter des ASB Regionalverband München / Oberbayern

Luftfahrzeug der Station München

H145 mit Fünfblattrotor
Die H145 mit Fünfblattrotor bringt alle Vorteile des ursprünglichen Musters mit vier Rotorblättern mit, vor allem im Bereich der Transporte von Intensivpatienten zwischen Kliniken. Zudem bietet das neue Modell eine größere Nutzlastkapazität, dank neuem Rotorsystem einen noch besseren Flugkomfort sowie ein in das Cockpit integriertes WiFi.

Medizinische Ausrüstung an Bord von Christoph München

Analyse der Blutwerte für therapeutisch-taktische Entscheidungen

Das Blutgasanalysegerät epoc® von Siemens Healthineers ermöglicht es den Luftrettern, mit einer einfachen Blutprobe direkt vor Ort, relevante Informationen zu bestimmten Blutwerten des Patienten zu erhalten. Damit ergeben sich für die medizinischen Besatzungen der DRF Luftrettung wichtige Aspekte bei der Einschätzung des Zustands eines Patienten, für seine Behandlung und die Unterbringung in einer für den Patienten geeigneten Zielklinik.

Beispiele für messbare Werte

  • Blutgase
  • Elektrolyte
  • Einschätzung der Nierenfunktion
  • Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff

Beispielhafte Einsatzszenarien

  • Herz-Kreislaufstillstand
  • schwere Blutungen

Insbesondere bei Patienten mit einem Herz-Kreislaufstillstand tragen die Informationen aus der Blutgasanalyse zu einer erfolgreichen Wiederbelebung bei: Die Luftretter können so die Ursache für den Herzstillstand schneller eingrenzen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Aber auch Patienten mit schweren Blutungen, wie beispielsweise bei inneren Verletzungen, profitieren vom Einsatz eines solchen Geräts, da die Ergebnisse eine zielgerichtete Gabe von Infusionen und gegebenenfalls Blutprodukten ermöglichen.

Über die Station München

Besonderheiten

Der an der Station München eingesetzte Hubschrauber ist 24 Stunden täglich einsatzbereit. In der Nacht werden bei gezielter Anforderung durch einen Notarzt vor Ort auch Primärtransporte (nach besonderen Verfahren) durchgeführt. Die Münchner Station ist die erste in Deutschland, die seit Juli 2009 Night Vision Goggles einsetzt. Die am Pilotenhelm befestigten Brillen verstärken das in der Nacht vorhandene Restlicht und bieten so den Piloten eine neue optische Orientierung in der Dunkelheit.

Regelmäßig werden zudem Inkubatortransporte und andere intensivmedizinische Maximaltherapien wie ECMO, ECLS oder IABP durchgeführt. An Bord von Christoph München kommt beispielsweise der Inkubator Space Pod für Neugeborene zum Einsatz. Um sicherzustellen, dass der mobilen Medizintechnik nicht der Strom ausgeht, kommt an Bord von Christoph München ein 230V-Inverter zum Einsatz. Dank dieses Spannungswandlers ist eine immerwährende Stromversorgung gewährleistet, die der Patientensicherheit dient: Neben 12-Volt-Anschlüssen steht damit während des Fluges eine redundante Stromversorgung zur Verfügung, die einen Ausfall dieser lebenswichtigen Geräte aufgrund mangelnder Akku-Kapazität verhindert.

Historische Entwicklung

Die Station wurde seit 1991 von der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH betrieben. Anfangs war ein Hubschrauber des Typs Bell 412 im Einsatz, der zunächst ab 2003 durch eine EC145 ersetzt wurde, 2015 folgte der Wechsel auf eine H145. Seit Januar 2022 ist eine H145 mit Fünfblattrotor als Christoph München im Einsatz. Im Oktober 2006 wurde ein moderner Hangar fertig gestellt. Mitte 2011 erfolgte der Umzug in ein neues Personaldienstgebäude. Im Zuge der Aufschmelzung der HDM Luftrettung gemeinnützige GmbH wird die Station seit dem 1. Januar 2016 durch die DRF Luftrettung betrieben.